Kurz gesagt – Filme im Juli

Annie (2014)

Neuverfilmung des Musicals: Annie (Quvenzhané Wallis) lebt zusammen mit vier anderen Kindern bei einer Pflegemutter, sucht aber nach ihren Eltern. Als der ehrgeizige Stacks sie vor einem heranrasenden Auto wegzieht, wird die Öffentlichkeit aufmerksam. Stacks nutzt Annie, um seine Wahlprognosen zu verbessern, merkt allerdings bald, dass Annie ihm nach und nach mehr bedeutet. Angenehmes Musical mit guter Unterhaltung, eher für Kinder geeignet, denen narrative Fehler weniger auffallen, aber insgesamt schön anzuschauen.

Beasts of the Southern Wild (2012)

Fantasygeschichte mit guten Schauspielern. Keine packende Unterhaltung, aber durchaus sehenswerter Film.Quvenzhané Wallis, die für ihre Darstellung für einen Oskar nominiert wurde, als Hushpuppy lebt mit ihrem Vater zusammen und beide sind optimistisch, sich trotz ihrer Armut durchschlagen zu können. Kleinere Missgeschicke des Mädchens zusammen mit der Trunkenheit des Vaters machen es allerdings nicht leicht. Und dann ist da noch ein Sturm, der das Dorf bedroht und die Auerochsen, die auf das Dorf zusteuern.

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Oneiros – Markus Heitz

Markus Heitz gilt in Deutschland neben Wolfgang Hohlbein als der Fantasy-Autor schlechthin. Seine Bücher über Orks und Zwerge haben Millionen von Menschen begeistert. In meinem Freundeskreis gibt es viele Fantasyfans, die Heitz preisen und mir gerne von der Genialität seiner Bücher vorschwärmen. Es war also höchste Zeit, endlich etwas von ihm zu lesen.

Meine Wahl ist auf Oneiros getroffen, ein Buch, das laut Autor nicht mehr in einer Fantasy-Welt spielt, sondern in unserer Realität. Wie real diese Welt ist, stellt der Leser spätestens fest, wenn von Todesschläfern die Rede ist, Wesen, die unsterblich sind, aber alles um sich herum in den Tod reißen, sobald sie selbst einschlafen. Ganz Fantasy eben, nur ein anderes Subgenre.Als einen „sprachlichen Terroranschlag“ wurde Oneiros im Literaturcafé betitelt, als „metaliterarischen Ouroboros“ von Phantastik-Couch. Doch was steckt nun eigentlich dahinter?

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Das Geheimnis der versteinerten Träume – Ralf Isau

Leo ist kein normaler Junge. Immer wieder passieren ihm seltsame Dinge. Anfangs glaubt er, Schlafwandler zu sein, fürchtet sogar, schizophren zu werden. Erst als er versehentlich den Wetterhahn von der Kirchturmspitze holt – buchstäblich im Schlafen – öffnen sich für ihn unerwartet neue Wege. Die Traumakademie in Salem am Bodensee wird auf seine besonderen Fähigkeiten aufmerksam und bietet ihm dort ein Stipendium an. Er soll als Traumschmied ausgebildet werden, um den Menschen ihre ungeträumten Träume wahr werden zu lassen. Weiterlesen „Das Geheimnis der versteinerten Träume – Ralf Isau“

Elegie

Fantasyromane haben es bei vielen begeisterten Lesern schwer. Das Genre ist nur bei wenigen wirklich beliebt und auch dann gibt es oft klare Abgrenzungen, was gemocht wird.

Der Zweiteiler Elegie von Jacqueline Carey würde bei vielen vermutlich sofort aussortiert werden und auf einem anderen Stapel landen. Die Geschichte ist weder im High-Fantasy-Bereich angesiedelt (ein klarer Endgegner, gegen den der Protagonist von Anfang an kämpft und scheinbar keine Chance auf einen Sieg hat), noch wirklich woanders. Es ist einfach eine Geschichte zwischen Kategorien. Weiterlesen „Elegie“

Harry Potter Zauberwelt hautnah

Wenn aus der FantasIMG_3479ie plötzlich Wirklichkeit wird, scheint es auch nicht allzu fern zu liegen, dass auch Magie möglilch ist. So in etwa ging es mir zumindest, als sich plötzlich die Tür öffnete und eine dampfende Lok vor mir stand, auf der in goldenen Lettern „Hogwartsexpress“ geschrieben stand. Weiterlesen „Harry Potter Zauberwelt hautnah“

Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere (Film)

Endlich ist der dritte Teil einer sagenhaften Geschichte im Kino zu sehen. Die Erzählung um den Hobbit Bilbo Beutlin findet damit ein Ende. Doch bevor es so weit ist, gibt es noch 144 Minuten Film.

Das Abenteuer fängt dort an, wo der zweite Teil, Smaugs Einöde, aufgehört hat. Der Drache hat sich aufgemacht, Seestadt zu vernichten und die Menschen zu töten, während die Zwerge sich siegreich wähnen, das Ungeheuer aus ihrem Berg vertrieben zu haben. Doch die Menschen in Seestadt, allen voran Bard, setzen sich zur Wehr und töten das feuerspeiende Biest. Seestadt allerdings liegt in Schutt und Asche. Die Menschen sehen keine andere Möglichkeit, als ihren Lohn von den Zwergen einzufordern und machen sich auf den Weg zum Berg. Gleichzeitig marschiert auch die Armee der Elfen los, die ihre eigenen Schätze aus dem Berg holen möchten, vor die Tore der Zwerge. Und Sauron entsendet eine Armee, um alle, Zwerge wie Menschen und Elfen gleichermaßen, zu vernichten. Es kommt zur Schlacht der fünf Heere: Viele, viele Charaktere sterben, aber wie die Kenner der Herr der Ringe – Trilogie wissen, überleben auch einige.

Kenner des Buches dürfen sich auf Überraschungen freuen: Während das Buch eine abgeschlossene Geschichte ist, hat Peter Jackson als Regisseur im Film auch einige Szenen untergebracht, die ungeklärte Fragen aus der HDR-Reihe beantworten.

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Durch und durch Abenteuer und auf dem Niveau, dass Peter Jackson auch zuvor schon gehalten hat, ist der Hobbit allerdings nicht das erhoffte Ende, dass sich Fans herbeigesehnt haben. Während der zweite Teil Mängel an der Dramatik aufwies, besteht der dritte Teil eigentlich kurz zusammengefasst nur aus Schlachtengetümmel und kann keine wirkliche Handlung bieten. Spannung bleibt natürlich, aber nach spätestens der ersten Hälfte des Filmes habe ich mich schon gefragt, wann das Blutvergießen ein Ende nimmt und mal etwas geschieht. Selbst die Leistungen der einzelnen Schauspieler, die durchweg positiv zu betrachten sind, konnten nicht über dieses Manko hinwegtäuschen, zumal ihnen nach und nach der Charakter verlorenging. Spätestens als Orlando Bloom alias Legolas über herabstürzende Steine gesprintet ist, wurde es zudem etwas lächerlich.

Das eigentliche Filmvergnügen konnte allerdings nur meine erzwungene Entscheidung, den Film in 3D zu schauen, trüben. Da ich ihn im Original und nicht in der Übersetzung genießen wollte, hat mir unser Kino leider keine andere Wahl gelassen. Die 3D- Effekte aber haben jedes Schlachtengetümmel nur so unzureichend darstellen können, dass einfach alles bizarr wirkte. Das Auge ist gar nicht hinterhergekommen, die vielen Details und schnellen Einstellungen wahrzunehmen, da waren sie auch schon wieder vorbei.

Mein Fazit lautet daher, dass der Hobbit – Teil 3 ein nettes Ende für die Filmtrilogie ist, aber nicht an seine Vorgänger heranreicht. Szenen, die als Überleitung zu Herr der Ringe dienen, versüßen zwar das Abenteuer, aber der 3D-Effekt macht all das auch genauso wieder zunichte. Wer auf 3D verzichten kann, sollte dies unbedingt tun! Auch dann ist zwar nicht eine tolle Erzählung, wenigstens aber ein dramatisches Finale im Kino zu bestaunen.