Banksys granadischer Kollege

Faszinieren euch Graffitis? Also, die guten, die wirklich eine Aussage haben? Jene, vor denen man stehen bleibt und sich fragt, wie zur Hölle man mit einer Spraydose solche Kunst zustande bringt? Bei der der Untergrund und die Umgebung Teil der Inszenierung werden? Dann solltet ihr unbedingt bei eurem Besuch in Granada nach den Werken von Raúl Ruíz Ausschau halten. Nun, warum gefällt mir dieser Künstler?

IMG_8572Nackte Menschen sind unbewaffnet. Und damit auch unschuldig. Kinder sind sowieso die Unschuld schlechthin. Nun gibt es da diese Straßenpfosten, der eine solch kuriose Form hat, dass man mit etwas Fantasie auch an die Form einer Granate denken könnte. Granaten und Kinder? Eine explosive Mischung. Granaten gibt es in Kriegen. Und Kinder? Leider auch. Manchmal tragen sie Waffen (und verlieren damit auch ihre Unschuld), manchmal – und leider viel häufiger – sind sie Opfer von Waffen, insbesondere natürlich auch von Granaten.

Auf den ersten Blick wundert sich ein Spaziergänger in dieser Straße womöglich: Warum ist dieses Kind so traurig? Ich habe mich gefragt, warum es die Hände auf dem Rücken hält, als wäre es gefesselt. Warum springt es nicht wie andere Kinder fröhlich umher? Um ehrlich zu sein musste ich zunächst ein Foto von diesem Werk machen, um den Zusammenhang mit der Umgebung zu erkennen. Man lernt eben nie aus. Nun kann sich jeder seine Gedanken selbst machen, aber ich denke, die Message ist ziemlich klar formuliert: Krieg ist sche…

Ihr kennt Banksy nicht? Diesen Londoner Künstler, der überall auf der Welt seine Spuren hinterlässt und klare Botschaften über die Gesellschaft hinterlässt? Meistens sind seine Themen gesellschaftlich orientiert und sprechen aktuelle, soziale Probleme an. Ruíz ist ähnlich, hat aber zudem ein Faible für Popkultur und so finden sich ab und an auch mal Pippi Langstrumpf oder Arielle in seinen Grafittis. Ziemlich geil, oder? Sicherlich einer, den man auch mal im Auge behalten kann.

Kurz gesagt – Filme im Juli

Annie (2014)

Neuverfilmung des Musicals: Annie (Quvenzhané Wallis) lebt zusammen mit vier anderen Kindern bei einer Pflegemutter, sucht aber nach ihren Eltern. Als der ehrgeizige Stacks sie vor einem heranrasenden Auto wegzieht, wird die Öffentlichkeit aufmerksam. Stacks nutzt Annie, um seine Wahlprognosen zu verbessern, merkt allerdings bald, dass Annie ihm nach und nach mehr bedeutet. Angenehmes Musical mit guter Unterhaltung, eher für Kinder geeignet, denen narrative Fehler weniger auffallen, aber insgesamt schön anzuschauen.

Beasts of the Southern Wild (2012)

Fantasygeschichte mit guten Schauspielern. Keine packende Unterhaltung, aber durchaus sehenswerter Film.Quvenzhané Wallis, die für ihre Darstellung für einen Oskar nominiert wurde, als Hushpuppy lebt mit ihrem Vater zusammen und beide sind optimistisch, sich trotz ihrer Armut durchschlagen zu können. Kleinere Missgeschicke des Mädchens zusammen mit der Trunkenheit des Vaters machen es allerdings nicht leicht. Und dann ist da noch ein Sturm, der das Dorf bedroht und die Auerochsen, die auf das Dorf zusteuern.

Die Entdeckung der Unendlichkeit (Film)

Stephen Hawking gilt als genialer Physiker. Mit Die Entdeckung der Unendlichkeit wurde ihm ein filmisches Denkmal gesetzt. Das Werk stützt sich auf die Memoiren Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking von Jane Hawking.

Weiterlesen „Die Entdeckung der Unendlichkeit (Film)“

Birdman (Film)

Es ist einer der beiden Filme mit den meisten Oscarnominierungen dieses Jahr: Birdman. Auf ganze neun Nominierungen schafft es das Werk von Alejandro González Iñárritu. Doch worum geht es eigentlich in diesem Film?

http://www.youtube.com/watch?v=uJfLoE6hanc Weiterlesen „Birdman (Film)“

#Zeitgeist (Film)

Handys sind nette Spielzeuge für überall und jede Zeit. Computer bieten uns Zugang zu Welten, die wir sonst nicht erreichen und Wissen, dass wir auf anderen Wegen einfach nicht erlangen können. Satelliten im All zeichnen das Leben der Menschen auf. Und die Menschen? Kümmern sich nicht weiter darum, sondern spielen fröhlich mit der Technik. Aus einem Miteinander wird ein Nebeneinander. Weiterlesen „#Zeitgeist (Film)“

Der Hobbit – Die Schlacht der fünf Heere (Film)

Endlich ist der dritte Teil einer sagenhaften Geschichte im Kino zu sehen. Die Erzählung um den Hobbit Bilbo Beutlin findet damit ein Ende. Doch bevor es so weit ist, gibt es noch 144 Minuten Film.

Das Abenteuer fängt dort an, wo der zweite Teil, Smaugs Einöde, aufgehört hat. Der Drache hat sich aufgemacht, Seestadt zu vernichten und die Menschen zu töten, während die Zwerge sich siegreich wähnen, das Ungeheuer aus ihrem Berg vertrieben zu haben. Doch die Menschen in Seestadt, allen voran Bard, setzen sich zur Wehr und töten das feuerspeiende Biest. Seestadt allerdings liegt in Schutt und Asche. Die Menschen sehen keine andere Möglichkeit, als ihren Lohn von den Zwergen einzufordern und machen sich auf den Weg zum Berg. Gleichzeitig marschiert auch die Armee der Elfen los, die ihre eigenen Schätze aus dem Berg holen möchten, vor die Tore der Zwerge. Und Sauron entsendet eine Armee, um alle, Zwerge wie Menschen und Elfen gleichermaßen, zu vernichten. Es kommt zur Schlacht der fünf Heere: Viele, viele Charaktere sterben, aber wie die Kenner der Herr der Ringe – Trilogie wissen, überleben auch einige.

Kenner des Buches dürfen sich auf Überraschungen freuen: Während das Buch eine abgeschlossene Geschichte ist, hat Peter Jackson als Regisseur im Film auch einige Szenen untergebracht, die ungeklärte Fragen aus der HDR-Reihe beantworten.

Der Hobbit 3, Der Hobbit 3 Trailer, Der Hobbit 3 Die Schlacht der Fünf Heere, Der Hobbit 3 Bilbo Beutlin, Der Hobbit 3 Wird Bilbo Beutlin Mittelerde retten, Hobbit Trailer, Hobbit 3, Martin Freeman, Der Hobbit 3 Filmplakat, Der Hobbit 3 Handlung, Hobbit-T Credits: moviepilot.de

Durch und durch Abenteuer und auf dem Niveau, dass Peter Jackson auch zuvor schon gehalten hat, ist der Hobbit allerdings nicht das erhoffte Ende, dass sich Fans herbeigesehnt haben. Während der zweite Teil Mängel an der Dramatik aufwies, besteht der dritte Teil eigentlich kurz zusammengefasst nur aus Schlachtengetümmel und kann keine wirkliche Handlung bieten. Spannung bleibt natürlich, aber nach spätestens der ersten Hälfte des Filmes habe ich mich schon gefragt, wann das Blutvergießen ein Ende nimmt und mal etwas geschieht. Selbst die Leistungen der einzelnen Schauspieler, die durchweg positiv zu betrachten sind, konnten nicht über dieses Manko hinwegtäuschen, zumal ihnen nach und nach der Charakter verlorenging. Spätestens als Orlando Bloom alias Legolas über herabstürzende Steine gesprintet ist, wurde es zudem etwas lächerlich.

Das eigentliche Filmvergnügen konnte allerdings nur meine erzwungene Entscheidung, den Film in 3D zu schauen, trüben. Da ich ihn im Original und nicht in der Übersetzung genießen wollte, hat mir unser Kino leider keine andere Wahl gelassen. Die 3D- Effekte aber haben jedes Schlachtengetümmel nur so unzureichend darstellen können, dass einfach alles bizarr wirkte. Das Auge ist gar nicht hinterhergekommen, die vielen Details und schnellen Einstellungen wahrzunehmen, da waren sie auch schon wieder vorbei.

Mein Fazit lautet daher, dass der Hobbit – Teil 3 ein nettes Ende für die Filmtrilogie ist, aber nicht an seine Vorgänger heranreicht. Szenen, die als Überleitung zu Herr der Ringe dienen, versüßen zwar das Abenteuer, aber der 3D-Effekt macht all das auch genauso wieder zunichte. Wer auf 3D verzichten kann, sollte dies unbedingt tun! Auch dann ist zwar nicht eine tolle Erzählung, wenigstens aber ein dramatisches Finale im Kino zu bestaunen.