Die Affen rasen durch den Wald

Gibraltar ist einer dieser winzigen Stadtstaaten, von denenIMG_7601 man irgendwie überhaupt nichts weiß. In der Schule wurde die Existenz des Landes sogar gänzlich unterschlagen. Okay, ganz autonom ist es auch nicht, denn noch immer gehört es zur Britischen Krone, aber wenn man die Geographie der Iberischen Halbinsel behandelt, sollte Gibraltar doch wenigstens mal Erwähnung finden, oder? Dass es dort außer freilebenden Affen auch nicht wirklich was gibt, ist ja egal.
Freilebende Affen? In Europa? Werdet ihr jetzt auch so hellhörig wie ich damals, als ich davon das erste Mal gehört habe? Für mich war das sofort ein Grund, Gibraltar mal einen Besuch abzustatten. Also, wenn ich gerade mal in der Nähe bin. Denn einfach mal so von Deutschland nach Gibraltar und zurück wegen ein paar Affen, das ist mir dann doch etwas zu arg.
Während meines Spanienurlaubs hat sich nun die Gelegenheit ergeben und lasst euch sagen: Ja, diese Tiere sind wirklich frech! Verdammt frech sogar! Erfahrt warum!

 


1. Begegnung Nummer eins erfolgte auf einer steilen Treppe auf dem Weg zum Gipfel des einzigen großen Berges Gibraltars (man könnte auch sagen, eigentlich besteht Gibraltar nur aus diesem Berg). Hinter mir auf einer Ebene, auf der Picknicktische aufgestellt waren, hatte ein Student eine Packung Kekse aus seinem Rucksack geholt. Das Geräusch des aufreißenden Plastiks erweckte sofort die Aufmerksamkeit aller Affen in der näheren Umgebung. Ehe ich mich versah, raste eine ganze Affenbande an mir vorbei und auf den armen Studenten zu. Der wusste gar nicht wie ihm geschah. Plötzlich war seine Kekspackung in den Händen eines Berberaffen, der eifersüchtig seine Beute bewachte, während seine Kollegen gierig versuchten, etwas von ihm abzubekommen.


2. Begegnung am Resort angekommen. Zwei Großraumtaxis warteten bereits dort und die Taxifahrer lachten belustigt auf. „Einsteigen bitte!“, rief einer der Fahrer. „Also alle meine Mitfahrer, kein Affe bitte!“ Denn prompt hatte sich eines der Tiere auf seinen Beifahrersitz gesetzt und klopfte auf die Polster. Andere Tiere machten es sich auf dem Dach des Wagens gemütlich und beobachteten die Szene von dort aus.


3. Begegnung: Nach so einem steilen Aufstieg braucht man erstmal eine Erfrischung. Ich kan also vollkommen verstehen, wenn jemand erstmal zu seiner Wasserflasche greift. Ganz schön überraschend, wenn dann plötzlich einer der Affen auf der eigenen Schulter sitzt, sich die Flasche schnappt und selbst daraus trinkt. Netterweise hat er die Flasche dann aber sogar halbvoll zurückgegeben. Samt seiner eigenen Spucke.

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