Mitbringsel – Der Krusch aus dem Urlaub?

Wer viel reist, kommt nicht umhin, auch mal an die Lieben zuhause zu denken und ihnen etwas aus dem Land, das man besucht hat, mitzubringen. Reisen ist schön und gut, aber gerade wenn man wieder nach Hause kommt, will man nicht in enttäuschte Gesichter schauen, weil man scheinbar nicht an jemanden gedacht hat. Ein Mitbringsel ist also angesagt. Je größer der Bekanntenkreis und je mehr Menschen man glücklich machen möchte, desto teurer wird der ganze Spaß. Und zuweilen habe ich es leider auch schon erlebt, dass Menschen ganze Tage damit zugebracht haben, nach Geschenken zu suchen und gar nicht mehr ihren Urlaub genossen haben. Dabei sollte diese Zeit doch etwas sein, das man für sich selbst nimmt, um sich zu erholen oder selbst mit neuem Wissen und neuen Erfahrungen zu bereichern. Es sollte nicht die Zeit sein, in der man mal kurz weg ist und sich gleich verpflichtet fühlt, allen Familienmitgliedern und guten Freunden etwas mitzubringen, nur weil man mal nicht für sie da ist. Doch wie zeigt man dann, das man die Lieben zuhause im Urlaub nicht vergessen hat?

weltkarte

Mitbringsel sind für mich alles andere als zwingend notwendig. Das liegt nicht nur an dem damit oft verbundenen Stress, dem man sich aussetzt und dem unnötigen Geld, das man besser in ein gemeinsames Essen nach dem Urlaub investiert (vielleicht um vom Urlaub zu berichten und sich die gemachten Bilder anzuschauen? Zeit ist schließlich mehr wert als irgendein Nibbes). Mitbringsel haben den Nachteil, dass sie den Koffer füllen und nicht selten für Übergewicht sorgen. Und dann bleibt da immer noch die elendige Frage: Was soll ich eigentlich mitbringen? In den ganzen Touriläden wird so viel feilgeboten und fast alles davon ist eigentlich totaler Schrott. Mal ehrlich: Was soll man denn mit dem fünften dieser kleinen Eifeltürme, die jeder aus Paris mitbringen muss? Was soll man mit drei verschiedenen London-Tassen oder einem T-shirt aus der Türkei? Zugegeben, das T-shirt lässt sich wenigstens anziehen und Kaffeetassen kann man auch oft gebrauchen – irgendwann ist aber auch mal genug. Letzten Endes will wohl niemand diese ganzen Gegenstände, sondern am liebsten selbst in den Urlaub fahren und sich etwas erholen.

Trotz allem freut sich jeder, wenn man an ihn gedacht hat

Ich habe eine Vorliebe für Postkarten entwickelt. Inzwischen können sich einige meiner Freunde über eine ausgewählte Sammlung freuen. Warum das Ganze? Meiner Meinung nach reicht eine Postkarte vollkommen aus, um zu zeigen, dass man an die Freunde und Verwandten zuhause gedacht hat. Ein paar liebe Worte, ein bisschen Urlaubsfeeling und gute Stimmung, das heitert einfach den Tag auf. Eine Karte kann man einIMG_6231e Weile aufhängen und wenn sie irgendwann im Schrank verschwindet, ist auch keiner böse. Verstauben wird sie mit Sicherheit nicht und das Bücherregal bleibt auch von zahlreichen Staubfängern verschont. Ich schreibe gerne besonders klein und dafür umso mehr, aber jede Postkarte ist individuell. Zwei Stunden gemütlich am Strand sitzen oder abends im Bett und den Tag noch einmal Revue passieren lassen, reichen aus für einen längeren Text. Ein paar kleine Hinweise zu Erlebnissen, über die man sich zuhause dann ausführlich unterhalten kann, sorgen für Spannung. Der Gedanke „Wenn du doch hier wärst….“ erfreut bisweilen jeden. Und ins Geld gehen Postkarten nun wirklich nicht. Mit zehn Euro kann man schon eine ganze Hand voll Freunde glücklich machen und das Schreiben hilft einem, selbst seinen Urlaub zu reflektieren. Gibt es eigentlich noch Besseres?

Für die Allerliebsten darf es dann auch mal mehr sein

Bei jeder Reise geht mir inzwischen durch den Kopf, dass es Menschen gibt, denen ich dafür danken sollte. Ohne die all das gar nicht möglich ist. Sei es, weil sie zuhause auf die Wohnung aufpassen und die Pflanzen gießen, oder weil sie einen Teil der Reise mitfinanziert haben. Sei es, weil sie einen erst auf die Idee gebracht haben oder einem so gute Tipps gegeben haben, dass der Urlaub absolut unvergesslich wurde. Irgendwie haben sie es sich verdient, mehr davon zu bekommen als nur eine Postkarte. Doch was schenkt man ihnen? Wie bereits zuvor erklärt, von Nibbel halte ich nicht allzu viel. Klar, das ein oder andere verirrt sich schon mal in meinen Koffer, im Großen und Ganzen sind es aber Ausnahmen. Wie auch bei dem perfekten Geschenk halte ich hier mehr von Nützlichkeit. Sei es das Ergänzen einer Sammlung von Eulen oder ein Buch in der Sprache, die gerade gelernt wird. Am liebsten sind mir solche Mitbringsel, für die man sich abseits der Touristenmärkte und -shops bewegen muss und für die man mal eintaucht in die Kultur des Landes. Oftmals lässt sich das sogar verbinden: In Venedig habe auch ich auf der Insel Murano Glaskunstwerke gekauft, die dort ansässige Glasbläser gefertigt haben. Aber, um auf das Beispiel Eiffelturm zurückzukommen, in Paris würde ich nicht zu den berühmten kleinen Turm-Figuren greifen, sondern vielleicht eher einen modischen Schal kaufen oder ein Buch auf Französisch. Eben etwas Individuelles, das nicht als Massenware aus China kommt, sondern etwas wirklich französisches!

Was meint ihr zu Mitbringseln aus dem Urlaub? Ist das für euch ein Muss oder könnt ihr gerne darauf verzichten?

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3 Kommentare zu „Mitbringsel – Der Krusch aus dem Urlaub?“

    1. Hey, ja das ist wirklich eine schöne Idee, so eine habe ich auch schon daheim. Auch toll finde ich es, so eine Weltkarte aus Kork zu machen und dann von den jeweiligen Orten an denen man schon war, Postkarten oder Bilder anzupinnen!

      Gefällt 1 Person

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