Geschenke, die man gar nicht mehr verschenken will

Ich habe bereits über mein schönstes Geburtstagsgeschenk dieses Jahr geschrieben und darüber, wie schwer es ist, ein perfektes Geschenk zu finden. Doch wie ist das, wenn man mal ein tolles Geschenk hat? Kennt ihr dieses Grinsen, dass sich unwillkürlich auf dem Gesicht ausbreitet, wenn man an die Idee denkt und sich fragt, wie groß wohl die Überraschung der beschenkten Person sein wird? Und hoffentlich natürlich auch die Freude darüber? Bisher habe ich mit meinen Geschenken nur gute Erfahrungen gemacht, aber ich habe doch festgestellt, dass die Freude immer dann am größten war, wenn das Geschenk völlig unerwartet und sehr persönlich gestaltet war. Doch wie kommt man auf solche Ideen?

Manchmal konnte das Geschenk ziemlich nutzloses Zeug sein, das für jeden anderen wahrscheinlich ein einziges großes Rätsel geblieben wäre. Manchmal war es so, dass selbst die anderen Anwesenden gerne so ein Geschenk gewollt hätten. Und in den besten Fällen war es so, dass ich eigentlich nicht mal mehr das Geschenk hatte hergeben wollen, weil es mir selbst so gut gefiel. Kennt ihr das? Das ihr euch etwas so tolles überlegt, dass ihr es am liebsten behalten wollt?

Ich möchte euch heute drei Geschenke vorstellen, bei denen ich dieses Gefühl hatte. Vielleicht kommt ihr dadurch ja auch auf tolle Ideen! Vorweg möchte ich sagen, dass die Grundidee jedes mal von anderen Personen stammte.

1. Beschriftete oder bemalte Trinkgläser

Diese Idee stammt von meiner Mama. Schon als Kind habe ich die Gläser bei uns zuhause geliebt, die mit Bildern oder lustigen Sprüchen verziert waren. Für einige meiner besten Freunde habe ich dann selbst zum Gravierstift gegriffen und mir ein passendes Bild und einen dazugehörigen Spruch überlegt. Zusammen mit dem Teeglas gab es unterschiedliche Sachen, je nach Vorliebe: Schokolade, Tee, Pralinen, selbst gebackene Plätzchen… Ein kleines Geschenk, das von Herzen kommt. Und da meine eigenen Vorlieben durchaus auch mit denen meiner Freunde übereinstimmen, hätte ich so manches Glas lieber behalten. Natürlich hätte ich mir auch selbst eines machen können…

2. Die Motto-Bären

bären
Der Feuerwehr- und der Sanitätsbär sind hier ohne ihre Accessoirs dargestellt.

Auch diese Idee stammt von meiner Mama. Nach dem Motto: „Jeder Mensch braucht einen Bären, der stumm alle seine Klagen aushält und der nicht davonläuft, wenn man ihn in den Arm nehmen will“, haben sich manche Freunde schon über ein Stofftier zum Geburtstag freuen dürfen. Aber nicht irgendeines: Passend zum bevorstehenden Abi und dem Plan einer Freundin, Ärztin zu werden, aber auch zu ihrem starken Engagement als Rettungssanitäterin, hat sie einen Teddybären bekommen, der Sanitäter“uniform“ trägt, einen Arztkoffer bei sich hatte und ein Stethoskop um den Hals hängen hatte. Die Uniform war ein schlichtes T-Shirt, auf das wir vorne das Logo ihres Vereines, dem ASB, und den Namen des Bären „Dr.med. Ted“ geschrieben haben. Auf der Rückseite stand Johannas Sanitäts Bär (die Abkürzung JSB steht eigentlich für Jugend Samariter Bund, die Jugendgruppe des ASB). Auf diese Weise kam es auch schon zu einem Bademeister und einem Feuer(wehr)bär. Weil Bären an sich natürlich immer noch sehr kindisch wirken, gab es dazu noch eine Geschichte, warum gerade sie nun einen Bären als Begleiter und Assistenten bekommen sollten und was es eigentlich mit dem Bären auf sich hat. So zündelt der Feuerwehrbär beispielsweise gerne, hat dadurch aber auch allerbeste Erfahrungen im Löschen von Bränden und kann immer mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es mal in der Familie brennt und Ärger gibt. Man sollte nur aufpassen, dass er sein Feuerzeug nicht im Bett zündet!

3. Das Spiel

Ich liebe Quizspiele. Und ist euch mal aufgefallen, wie einfach die meisten Quizspiele aufgebaut sind? Viel braucht es wahrlich nicht: Ein Spielbrett, ein paar Fragekarten und Spielsteine. Kein Problem also, so etwas selbst zu basteln. Die Idee, ein Spiel zu verschenken, habe ich von einer Bekannten vor vielen Jahren schon bekommen, Spiel geschenkallerdings sah ihr Spiel völlig anders aus. Das Geschenk, an dem ich gebastelt habe, ist in Zusammenarbeit mit einer Freundin entstanden und für jemanden, der mit viel Begeisterung kocht, gerne Wein trinkt und sich allgemein für Essen und Trinken interessiert. Das Thema des Quizspiels stand also schnell fest, es mussten nur noch Fragen gesucht werden. Das war wohl auch der aufwendigste Teil, denn 200 Fragekarten schreiben sich nicht mal eben in einer Stunde. Da wir aber auch selbst interessiert waren, hat es auch uns schon viel Spaß gemacht. Ein paar kleine Zusatzkarten wie die „Offene Runde“ oder „Das weiß doch jeder!“ haben den Spielspaß noch etwas erhöht. Dieses Spiel hätte ich wirklich am liebsten sogar behalten, aber immerhin können wir jederzeit mit unserer Freundin das Spiel spielen. Und wer weiß, welche Spielideen noch folgen werden…

4. Der Joker: Die Sammelbox

Ich habe euch jetzt ein paar mehr oder weniger aufwendige Bastelideen vorgestellt, aber es gibt noch eine Idee, die ich immer wieder gerne anwende, wenn ich einfach keine Idee habe. Das ist die Sammelbox mit lauter Kleinigkeiten, die alleine kein ganzes Geschenk ergeben, aber zusammen einfach perfekt wirken. Im Grunde sind es nur personalisierte Präsentkörbe, einfach und effektiv. Diese sind es auch, die mich auf die Idee brachten, da sie im Laden einfach immer so zusammengestellt waren, dass sie nicht zu der Person gepasst hatten, der ich etwas schenken wollte. Vielleicht kennt ihr das, dass ihr jemandem kein Buch und auch keinen Film schenken wollt, aber auch ein Gutschein kommt nicht in Frage. Irgendwie fällt einem nichts ein, was die Person brauchen kann und alle Bastelideen passen nicht so wirklich. Es gibt diese Idee, seinen Lieben Zeit zu schenken, die euch auf der Homepage Zeit statt Zeug vorgestellt wird. Ähnlich funktioniert meine Sammelbox: Postkarten, kleine Figuren, Bilder und Zitate, eine kleine Geschichte und vieles mehr, die an vergangene Momente und zukünftige Pläne erinnern. Nichts Großes, keine Staubfänger, aber etwas, das man gerne in sein Fotoalbum klebt oder in dem Schuhkarton mit den schönsten Erinnerungen seines Lebens aufbewahrt. Mal ist noch ein Buch dabei oder etwas Anderes, mal steht die Box unter einem bestimmten Motto. Hier bieten sich so viele Variationen, dass es unmöglich ist, nichts passendes für ein tolles Geschenk zu finden. Und einen Schuhkarton als Verpackung(diese Idee stamm von der Aktion Weihnachten im Schuhkarton) bekommt man in jedem Schuhgeschäft.

Mit diesen vier Ideen werde ich meine Posts über Geschenke beenden und in meinem nächsten Beitrag nur noch ein paar Worte über Mitbringsel verlieren, bevor ich mich wie versprochen dem Thema Lateinamerika zuwende. Seid ihr auf neue Ideen gekommen? Habt ihr vielleicht selbst noch weitere tolle Ideen für Geschenke, die ihr am liebsten selbst bekommen würdet? Dann erzählt doch in einem kurzen Kommentar davon!

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1 Kommentar zu „Geschenke, die man gar nicht mehr verschenken will“

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