Reisevorbereitungen – Drei Typen Mensch

Die einen laufen gerne drauf los, die anderen wissen lieber, wohin die Reise geht. Reisevorbereitungen sind so eine Sache. In meinem Beitrag zum richtigen Gepäck habe ich euch bereits verraten, wie ich beim Packen vorgehe und wie ich entscheide, ob ich lieber den Rucksack oder einen Koffer für die Reise nehme. Wie ihr bemerkt habt, ist die Entscheidung gar nicht so leicht und bedarf der Frage, wohin die Reise geht und was ich für meine Vorhaben brauche. Dementsprechend muss ich natürlich auch schon gewisse Vorstellungen haben.

Zum ziellosen Wandern bedarf es vor allem einem: Mut.

Wer nicht weiß, wohin seine Reise geht, kann sich auch nicht vorbereiten. Nehme ich lieber eine dicke Jacke mit oder den Bikini für den Strand? Brauche ich bequeme Schuhe oder nur die Sandalen für den Strand? Und wie soll meine Fotoausrüstung aussehen? Verdammt, kann Packen schwer sein, wenn man nicht weiß, was man eigentlich braucht. Auf meinen Reisen habe ich festgestellt, dass es hauptsächlich drei Typen von Mensch gibt, die sich unterschiedlich vorbereiten. Findet heraus welche das sind!

Der Abenteurer

Er gehört zur Kategorie „von der Gesellschaft abgestempelt“. Eigentlich ist er ein ganz lieber und kann sich vorzüglich benehmen, aber sein Drang, immer wieder auszubrechen und Neues auszuprobieren, hat ihn seinen Mitmenschen madig gemacht. Meist fällt er auf durch unpassende Kleidung und man könnte meinen, er käme direkt aus dem Urwald. Tatsächlich ist das manchmal gar nicht unwahrscheinlich, denn der Abenteuerer ist sich für nichts zu schade. Er reist mit Rucksack und hat nur das Nötigste dabei: eine frische Unterhose, die Kamera und ganz viel gute Laune. Von zu viel Planung hält er gar nichts. Solange das Gepäck nicht zu schwer wird, ist alles in Ordnung. Und wenn doch einmal was fehlt, ist das auch egal. Das macht die Reise doch nur umso spannender. Abenteurer reisen am liebsten für wenig Geld, sie lieben die Gesellschaft anderer und suchen das Abenteuer. Fremde Sprachen, neue Kulturen? Das ist genau das Richtige! Er bereitet sich überhaupt nicht auf seine Reisen vor, denn er braucht ja zum Überleben nichts weiter als Vertrauen in Gott und die Welt. Ein paar Bilder von einem schönen Ort, ein wohlklingender Name und ein bisschen Kleingeld in der Tasche sind alles was er braucht, um loszulaufen.

Der Organisator

Er ist der König unter den Reisenden. Stets mit einem Plan in der Tasche unterwegs, hält er es nur aus, wenn er weiß was Sache ist. Er muss sich auf alle Eventualitäten vorbereiten und nimmt deshalb oft viel zu viel Gepäck mit. Für seine Reisevorbereitungen benöitgt er mehrere Tage, manchmal sogar Wochen. Meist weiß er über jede Veranstaltung Bescheid und kann aus dem FF aufsagen, welche Ausgehmöglichkeiten es in der Stadt gibt. Wenn er sich auf ein Abenteuer einlässt, dann nur mit ausreichender Vorarbeit: Welche Kleidung braucht man, was ist bei der Ausrüstung zu beachten? Meist kennt er alle möglichen Details zu allen möglichen Dingen. Und wehe, er ist mal auf sich gestellt. Dann lässt sich nur hoffen, dass er seine Sinne beisammen hält und nicht verzweifelt. Denn eigentlich kann er mit jeder Situation umgehen, wenn er es nur mal zulässt. Da er einen festgeschriebenen Plan hat, was an welchen Tagen gemacht wird, und meist genauestens über das Wetter Bescheid weiß, findet sich in seinem Gepäck nur genau das, was er voraussichtlich braucht. Hoffentlich hat er keine Begleiter, die seine Pläne durcheinander bringen!

Der Allrounder

Der Allrounder hat einfach immer alles dabei, was man so brauchen könnte. Er ist auf Unwetter im Zelt genauso vorbereitet wie ein Abendessen in einem eleganten Restaurant. Mit den Reisevorbereitungen hat er es leicht: Er packt einfach das ein, was er immer dabei hat. Dazu gehören ein paar schicke Schuhe, in denen er lange Touren durchsteht, die aber frischgeputzt auch nicht zu schlecht sind für eine vornehme Gesellschaft. Er hat Stoffhosen und Kleid dabei, ein leichtes Baumwollhemd und eine Jacke, mit denen er sich überall blicken lassen kann. Gleichzeitig ist aber auch nichts davon zu schade, mal durch den Schlamm gezogen zu werden. Der Allrounder schafft es, sich mit allem nötigen Equipment auszustatten, von der Kamera mit dem Reiseobjektiv bis hin zur wetterfesten Kleidung. Mit ein paar Handgriffen hat er sein Gepäck vom Campingurlaub in einen Koffer für den nächsten Städtetrip gepackt und dabei nur unwesentliche Objekte ausgetauscht: Den Campingkocher gegen Haarspray und Lotion, die Wanderschuhe gegen ein paar Highheels oder Lederschuhe. Ihn kann nichts stoppen, denn bei einer Planänderung fehlen ihm nur Dinge, auf die er im Notfall auch verzichten kann.

 

Ich kann mich wohl zu den Allroundern einordnen. Zumindest sieht mein Gepäck fast immer gleich aus. Wie schaut es mit euch aus? Findet ihr euch in einer der Kategorien wieder? Oder gehört ihr vielleicht zu einer ganz eigenen Kategorie?

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