In Venedig bei den Gondolieren

Rom, Neapel, Florenz, Mailand, Venedig, Verona, … der Stiefel Europas bietet so viele sehenswerte Städte, dass es nicht leicht ist, sich für einen Trip in eine bestimmte Stadt zu entscheiden. Insbesondere wenn man bisher noch keine Erfahrungen mit Italien gemacht hat. Welcher Ort ist wohl am besten, um eine Beziehung mit dem Land der Pizza und des guten Weines zu starten?

ItalienflaggeIch habe mich spontan für Venedig entschieden. Eine Stadt voller Kanäle, Gondoliere, die unbeschwingt ihre Lieder singen, der Markusplatz, der öfters unter Wasser steht und an dem sich in jeder Ecke Löwen in Form von Statuen und kleinen Figuren tummeln, Geigen- und Violinspieler, Maskenbälle und Karneval …. Venedig ist für vieles bekannt und für mindestens genauso vieles auch berüchtigt. Zum Beispiel die hohen Preise oder die unangenehme Luft in den Gassen und Kanälen.

Wunderschöne Gassen, Kanäle und Brücken an jeder Ecke. In dieser Stadt gibt es keine Ordnung. Nicht nur einmal habe ich mich mit meiner Begleitung vollkommen in den Straßen verirrt und dennoch jede Sekunde genossen. Venedig ist einfach anders. Es gibt nicht allzu viele Städte, die auf einer Insel nahe am Festland erbaut wurden und deren Bewohner sich hauptsächlich mit dem Boot fortbewegen. Einmal aus der Haustür raus geht es direkt aufs Wasser. Wenn Reperaturen anstehen, muss das Material erst per Boot angeliefert werden. Für Kräne werden eigene Floße gebaut, um damit arbeiten zu können, denn Platz gibt es einfach nicht für richtige Baustellen. Venedig ist wie Paris eine der Städte, die viele gerne mit der rosaroten Brille betrachten: Hochzeitsreisende in den Gondeln suchen nach dem schönsten Eckchen, um ihr Ehegelübde zu feiern, Romantiker suchen nach der wahren Liebe. Und schön ist es tatsächlich abends auf dem Markusplatz, wenn sich nur noch die Einheimischen dort tummeln und ausgelassen Partys im Freien feiern. Oder auf dem Wasser, wenn die Sonne ins Gesicht scheint und die Wellen leise an die Bootswand plätschern.

Wer mit offenen Augen herumläuft, sieht allerdings nicht nur die romantisch heruntergekommenen Häuserfassaden, an denen alte Schönheit welkt. Leider ist Venedig auch voller leerstehender Häuser mit verbarrikadierten Fenstern und Türen. Hauptsächliche alte Menschen treibt es auf die Straße, um von den Touristen etwas Kleingeld zu erbetteln. Die Gondoliere wirken müde und genervt, selbst an den schönsten Tagen. Überall hat der Tourismus seine Spuren hinterlassen und zerstört allmählich das friedliche Stadtbild der Venezianer. Selbst in die abseits gelegenen Wohnheime verirren sich schon Touristen mit ihrer Kamera und freuen sich über eine alte Italienerin, die sich wütend gestikulierend davonmacht.

Venedig hat seine einstige Schönheit längst verloren, aber zwischen all dem abgebröckelten Putz und den verbarrikadierten Fenstern blitzt immer wieder die alte Pracht hervor. Eine Stadt, die absolut sehenswert ist, nicht nur für Verliebte oder Kunstbegeisterte. Allerdings reichen drei Tage vollkommen aus, den Rest muss man dann mit Tagesausflügen in die nähere Umgebung ausfüllen, in der es auch noch jede Menge zu sehen und zu machen gibt.

 

Wollt ihr gerne mehr über die Sehenswürdigkeiten wissen? Vielleicht Infos zum Stadtlöwen oder Hintergründe zur Seufzerbrücke? Was die Inseln Murano und Burano zu etwas Besonderem macht? Oder warum es venezianische Masken in so vielen verschiedenen Ausführungen gibt? Dann hinterlasst mir einen Kommentar und verratet mir, was euch am meisten interessiert!

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