You may not kiss her (Film)

Was braucht es für einen guten Film? Natürlich einen Helden, der etwas verschroben ist und auf den ersten Blick total verloren wirkt. Am besten auch noch ein paar Russen, die ihre Intrigen spinnen und den Helden ganz schön in die Bredoullie bringen. Der Held braucht auch eine Assistentin, die dem Wort dumm alle Ehre macht. Und was wäre der Film ohne eine wunderhübsche Frau, deren Herz es zu erobern gilt?
Das Rezept ist so banal, dass vermutlich jedem aufgeht, dass ein solcher Film niemals ein Hit werden wird. Vielleicht haben deshalb die wenigsten bisher von You may not kiss the bride gehört.
Dave Annable hat die Rolle des gutaussehenden Helden Bryan übernommen und wird aufgrund einer Lapallie gezwungen, die wunderhübsche Masha, Tochter eines russischen Mafiabosses, zu heiraten, damit diese ihre Greencard bekommt. Natürlich hält er zunächst gar nichts von der Idee, wer weiß schon, wie diese Masha aussieht? Und dann ist da noch die Androhung des späteren und eigentlichen, äußerst eifersüchtigen Zukünftigen Mashas, der nicht möchte, dass Bryan Masha auch nur berührt. Klar, dass Ärger vorprogrammiert ist.
Die Zutaten für diesen Film scheinen aus der Klischeekiste geradezu herausgepurzelt zu sein und so bekommt man sehr bald einen Lacher nach dem Anderen geliefert. Und schlägt gleichzeitig immer wieder die Hände über dem Kopf mit einem leidigen Ausruf: „Das darf doch alles nicht wahr sein!“ Schlechte schauspielerische Leistungen und eine filmische Darbietung, die besser gar nicht erst genauer unter die Lupe genommen werden sollte, runden das Ganze ab. Aber damit ist der Film noch nicht zu Ende. Die zweite Hälfte dreht sich um die Entführung Mashas. Bryan, der nun unsterblich in seine Frau verliebt ist, will sie natürlich retten. Was wäre nun ein Film ohne ein paar schöne Hollywoodreife Stunteinlagen und eine Verfolgungsjagd, wie man sie sonst nur aus Actionfilmen kennt? Die Klischees haben eindeutig noch nicht ausgedienst. Erst mit der Hochzeitsnacht in einem Dorf der Ureinwohner, deren Häuptling – oh Wunder! – einwandfreies Englisch spricht, scheint sich die Geschichte dem Ende zuzuneigen. Fehlt noch das obligatorische letzte Drama und ein schönes Happy End zum Abschluss. Man könnte meinen, der Film sei aus dem Lehrbuch entnommen.
You may not kiss the bride ist mit Sicherheit nicht ohne Schlafmangel und ohne den Einfluss von Alkohol zu vertragen. Sind aber solche Umstände gegeben – warum nicht? Dieser Film ist so schlecht, dass man fast schon wieder sagen könnte, er ist gut, wenn auch nicht ganz auf die intendierte Art. Wie heißt es doch so schön? Auch aus einem schlechten Film kann man etwas Positives ziehen. Zum Beispiel das Wissen, wie man es besser nicht nachmacht. Na danke dafür!

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