An Abundance of Katherines

an abundance
Erschienen bei Puffin 2008

Die Handlung dieses Buches ist so banal wie schnell erklärt: Colins Singleton – der Name ist wohl Programm – wird von seiner Freundin Katherine sitzengelassen. Zu allem Trennungsschmerz kommt hinzu, dass sie die 19. Katherine ist, die ihn sitzenlässt. Kurzerhand versinkt er in einer Depression, aus der ihn sein Freund Hassan Harbish herauszuholen versucht. Er nimmt Colin mit auf einen Roadtrip ohne genaues Ziel. Die beiden landen in einem kleinen Dorf und lernen Lindsey kennen, eine Rettungssanitäterin in Ausbildung und Reiseführerin zum Grab des Erzherzogs Franz Ferdinand, der sich später als Großvater Lindseys herausstellt und nicht des österreichischen Thronerben.  Während Colin und Hassan bei Lindsey residieren, versucht Colin ein Theorem aufzustellen, mit dem er beweisen möchte, dass alle Frauen mit dem Namen Katherine einen früher oder später sitzen lassen.

Ihr haltet die Story bis hierhin für total absurd und idiotisch? Dann geht es euch wie mir. Ich habe mich durch die Seiten wahrlich durchkämpfen müssen und mich ständig gefragt, warum dieses Buch sogar einen Preis gewonnen hat. Anders als John Greens andere Bücher fehlt den Charakteren von An Abundance of Katherines an Tiefe. Die Dialoge klingen in meinen Ohren, gelinde gesagt, bescheuert und die Story ist einfach anstrengend, da sie so unglaublich absurd ist. Immer wieder wirft Colin mit irgendwelchen Formeln und banalem unnützem Wissen um sich, das eigentlich alles auflockern soll. Ich empfand das beim Lesen eher störend. Vielleicht hätte es noch gepasst, wäre nicht immer wieder eine Anmerkung des Autors dagewesen, dass dies die letzte Rechnung der letzte mathematische Hinweis sein würde, nur um dann auf der nächsten Seite durch einen weiteren ergänzt zu werden. Das Buch war definitiv eine Enttäuschung, nachdem ich die anderen Bücher von Green gelesen habe. Es hat ihm an den wunderbaren Details gefehlt, die die Geschichte lesenswert gemacht haben. Eine absehbare Handlung ist bei John Green nichts Neues, doch er konnte immer damit auftrumpfen, dass er seine Geschichten zu etwas Besonderem gemacht hat. Das Beste, was ich im Nachhinein darüber sagen kann,  ist, dass es so absurd war, dass es fast schon wieder lustig war. Aber auch nur fast. Gut, durch den besonderen Charakter Colins habe ich auch hier  etwas Individuelles gefunden, dass mir hätte Spaß machen müssen. Dadurch aber, dass Colin nicht nur anstrengend vom Charakter war, sondern auch als außerordentlich anstrengend beschrieben wurde, habe ich den Spaß daran einfach verloren.

Kaufempfehlung von mir? Auf keinen Fall. John Green Fans können sich das Buch in der Bibliothek ausleihen oder, falls ihre Büchersammlung das wünscht, das Buch auch im Schuber gleich miterstehen, allen anderen jedoch rate ich, sich auf die anderen Bücher dieses Autors zu konzentrieren.

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