The Fault in Our Stars

the fault
Erschienen im Penguin Verlag 2012

Hazel Grace hat Schilddrüsenkrebs, der sich inzwischen sogar in ihrer Lunge ausgebreitet hat. Sie nennt sich deshalb selbst eine Zeitbombe, hält sich von anderen fern, um sie nicht zu verletzen. Nichts ist ihr so bewusst wie die Tatsache, dass sie eines Tages sterben muss. Ihr soziales Umfeld besteht deshalb nur noch aus ihren Eltern und -weil ihre Mutter darauf besteht – einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Kinder, die buchstäblich im Herzen Jesus ist (weil sie sich so nennt). Eines Tages kommt Augustus (Gus) Waters dorthin, weil er seinen Freund Isaac begleitet, der gerade eine schlimme Nachricht erhalten hat. Gus wirft vom ersten Augenblick an seine Augen auf Hazel und lässt nicht locker, bis sich gegen den Willen von Hazel eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. Hazel vertraut Gus ihr Lieblingsbuch an, geschrieben von dem Amerikaner Peter van Houten. Da dieses jedoch mitten im Satz endet, will Gus den Autor ausfindig machen und von ihm ein Ende der Geschichte fordern. Es gelingt ihm, woran Hazel seit Jahren scheitert: Er stellt einen Kontakt zum Autor her, der die beiden bald darauf nach Amsterdam einlädt. Was sie nicht wissen: Er meint diese Einladung nicht ernst und hofft, dass sie niemals auftauchen. Beinahe scheint dies auch zu funktionieren, denn Hazel kann aufgrund ihrer Krankheit nicht fliegen und zunächst hilft es auch nicht, dass sich Gus von der Gesellschaft für krebskranke Kinder die Reise nach Amsterdam wünscht. Schließlich schafft es Hazels Mutter jedoch, die Ärzte zu überzeugen und Hazel, ihre Mutter und Gus machen sich auf die Reise nach Amsterdam.

An dieser Stelle möchte ich aufhören mit der Inhaltsangabe, damit für Interessierte noch genug der Handlung im Unklaren bleibt. Nötig hätte es das Buch allerdings nicht, denn was The fault in our stars meiner Meinung nach ausmacht ist nicht die Handlung. Diese ist in gewissem Maße vorhersehbar. Zumindest war ich nicht überrascht von der Wende, die die Geschichte in Amsterdam nahm. Was jedoch begeistert ist der jugendliche Schreisbtil John Greens. Er schafft es damit nicht nur, seinen Charakteren Leben einzuhauchen, sondern wirft mit wunderbaren Metaphern und vielen Lebensweisheiten um sich, ohne dabei wie ein dummer Papagei zu klingen, der in ein Buch mit Aphorismen geschaut hat. Viel mehr hat man das Gefühl, wirklich etwas fürs Leben zu lernen. Umso weniger verwundert es, dass so viele seiner Sätze als Zitate im Internet herumgeistern.

Hazel Grace ist ein deprimierender Charakter und ich möchte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Und doch glaube ich, dass sie den Umständen entsprechend reagiert und wir als Leser viel von ihr lernen können. Beispielsweise, dass das Leben kurz ist und manchmal sogar kürzer als wir denken und dass es sich nicht lohnt, Angst vor dem Ende zu haben. Gus hingegen ist es, der Hazel etwas beibringt: Wenn das Leben schon so kurz ist, ist es umso wichtiger, dass wir ihm Bedeutung geben. Es kommt dabei nicht darauf an, etwas herausragendes zu leisten, sondern vielmehr, einen Menschen zu finden, dem wir etwas bedeuten.

The fault in our stars ist ein großartiges Buch, dass es wert ist, gelesen zu werden. Allerdings glaube ich nicht, dass es für Erwachsene sonderlich ansprechend ist, da der Schreibstil zu sehr dem von Jugendlichen entspricht und ich viele kenne, die damit nicht zurecht kommen. Jugendlichen jedoch und denen, die gerne noch einmal in ihre Jugendzeit zurückversetzt werden wollen, kann ich das Buch absolut empfehlen.

Kleine Anmerkung: Unter Kennern ist inzwischen ein richtiggehender Hype um dieses Buch entstanden. Wer auf einen dieser Fans und nicht gerade darüber zugelabert werden möchte, sollte es also tunlichst vermeiden, den Titel zu erwähnen. Wie man diese begeisterten Leser erkennt? Keine Sorge, wenn ihr wisst, dass die Person ein Bücherwurm ist, werdet ihr es schon merken…

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