John Green (Autor)

Werke wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter oder Margos Spuren sind gerade bei Jugendlichen in aller Munde. Der Hype darum ist inzwischen so groß, dass selbst mich die Buchtitel erreichten, obwohl ich inzwischen nicht mehr (sehr) viel mit Jugendbüchern am Hut habe. Grund genug, mir Autor und Bücher ein bisschen näher anzuschauen.

John Green ist 37 Jahre alt und lebt heute in Indianapolis in den USA. Aufgewachsen ist er in Orlando in Florida, USA, zur Schule ging er aber später in der Nähe von Birmingham, Alabama. Darum hatte er mit 14 Jahren selbst gebeten. Er beschreibt sich in dieser Hinsicht als einen Nerd, dem es an sozialen Verbindungen gefehlt hat, der aber gleichzeitig auch nicht gerade herausragende Leistungen im schulischen vorweisen konnte. Stattdessen wurde er besonders gut darin, einfach schlau auszusehen. Studiert hat er schließlich in Ohio. Eigentlich wollte er Pastor werden, brach jedoch seine Ausbildung ab, als er feststellte, dass er doch nicht so gerne die Kirche besuchte. Stattdessen begann er Buchrezensionen und parallel dazu an Eine wie Alaska zu schreiben. Außerdem führt er mit seinem Bruder einen Videoblog, auf den viele auch den Erfolg seiner Bücher zurückleiten. Erst über den Blog wurden die Bücher richtig vermarktet. Und der Blog wurde bekannt nicht zuletzt dadurch, dass sein Bruder Hank Green, ein großer Harry Potter Fan, den Text Accio Deathly Hallows schrieb.
Seine Frau Sarah lernte er auf dem College kennen. Wie er in einem seiner Blogeinträge erzählt, war es Halloween, als er sich wirklich in sie verliebte. Sie standen beisammen als ein Junge, der sich als Napoleon verkleidet hatte, zu ihnen kam und in den Pott mit Süßigkeiten griff: „Reaching into the huge candy bowl, he looks at Sarah and says, ‘L’état, c’est moi.’ And Sarah says, ‘That’s Louis XIV, not Napoleon.’ And I was in love.“
Vieles, was er in seinen Büchern beschreibt, hat er auf irgendeine Weise selbst erlebt. Eine wie Alaska ist vermutlich das autobiographischste seiner fünf Bücher, aber auch Depressionen wie er sie in Will Grayson, Will Grayson beschreibt, hat er selbst erlebt. Hazel Graze, die Protagonistin aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter, hat als Vorlage Esther Earl, die als 16-jährige gestorben ist. Esther war eine Nerdfighterin, also eine Anhängerin von Greens engstem Fanclub, und sehr aktiv in der Szene. Sie war es auch, die Green dazu riet, eine weibliche Heldengeschichte zu schreiben. Viel zu oft seien es in der amerikanischen Literatur die Männer, die eine kranke Frau kennenlernen und sie sterben sehen.
Zu den wichtigsten zwei Stunden in der Woche zählt er die Zeit, die er Liverpool beim Football zusehen kann. Und wenn er nicht gerade Football schaut, isst er gerne, nimmt an Charity-Events teil oder arbeitet eben an seinem Video Blog.
Für seine Bücher brauch er oft mehrere Jahre. Ein Grund, warum wir wohl nicht allzu schnell Neues von ihm erwarten sollten. Viele Kritiker haben bemängelt, dass seine Werke konstruiert seien, doch diese Kritik prallt an ihm ab. Wie er erklärt, habe sein Collegedozent den Ausschlag dafür gegeben, in dem er meinte, alles sei konstruiert. Selbst der Tisch, an dem wir sitzen, ist konstruiert. Doch das bedeute nicht, dass er dadurch weniger real sei. Green erfreut sich trotz aller Kritik an einer wachsenden Fangemeinde. Selbst Filmadaptionen zu seinen Büchern gibt es inzwischen. Dennoch bleibt für ihn der Prozess des Schreibens selbst als das Wichtigste. Sorgen macht er sich nicht viele. Nur um seine Depressionen, die er nicht kontrollieren kann. Er hat Angst, dass sie das Verhältnis zu seiner Familie verändern könnten. Und ein bisschen sorgt er sich auch um seinen Sohn, der bisher, mit zwei Jahren, noch nicht seine Liebe zur Literatur entdeckt hat. Doch auch er werde seinen Weg finden, meint Green. Und so gibt er sich wie die Hauptfiguren in seinen Büchern: Ehrlich, charmant, witzig.

Greens Bücher sind:
Eine wie Alaska (Looking for Alaska) – 2007
Die erste Liebe [nach 19 Versuchen] (An Abundance of Katherines) – 2008
Margos Spuren (Papertowns) – 2010
Will & Will (Will Grayson, Will Grayson) – 2012
Das Schicksal ist ein mieser Verräter (The fault in our stars) – 2012

 

Einzelne Buchrezensionen folgen in Kürze!

Folgen könnt ihr John Green auf Facebook und Twitter (Realjohngreen).

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2 Kommentare zu „John Green (Autor)“

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